6. Fukushima Jahrestag

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Am 11.03.2017 erinnert Greenpeace Augsburg mit Kerzen und Banner an die Reaktorkatastrophe in Fukushima vor sechs Jahren. Die Folgen dieses Unglücks für Mensch und Umwelt werden Jahrhunderte andauern.

Wir appellieren an die japanische Regierung, die Bevölkerung nicht weiter dem atomaren Risiko auszusetzen und alle Reaktoren endgültig abzuschalten.

„Hunderttausende Menschen sind betroffen, weite Regionen an der Ostküste Japans bleiben radioaktiv belastet. Die Abe-Regierung täuscht vor, alles unter Kontrolle zu haben. Doch das ist eine Farce und eine Missachtung der Opfer“ (Heinz Smital, Kernphysiker und Atomexperte von Greenpeace).

Eine Analyse von Greenpeace legt die gravierenden Umweltfolgen des Atomunfalls vor. Danach setzte der Super-GAU weiträumig langlebige radioaktive Elemente frei - wie Cäsium 137 und geringe Mengen Strontium 90 - die von Pflanzen und Tieren aufgenommen wurden. Durch Schneeschmelzen, Wind und Regen breitet sich die Kontamination aus der Vegetation in den Wäldern, im Süßwasser und in den Küstenökosystemen aus. Die Auswirkungen sind bereits sichtbar: Viele Bäume weisen Cäsium-Kontaminationen auf. Wissenschaftler fanden Mutationen sowohl in japanischen Tannen und Zedern, im Gras und in Schmetterlingspopulationen, DNA-geschädigte Würmer, Cäsium-Belastung in Süßwasserfischen, verminderte Fruchtbarkeit von Schwalben und radioaktive Kontamination eines der wichtigsten Ökosysteme – den Flussmündungen.

Während nur 20 Prozent des radioaktiven Fallouts aus den explodierten Reaktoren auf die Landmasse niederging, ist die Verschmutzung enorm und weit verbreitet. Mehr als neun Millionen Kubikmeter Atommüll lagert derzeit an einigen tausend Standorten in der Region Fukushima. Gereinigt wurden bewohnte Gebiete und schmale Streifen entlang der Straßen und der Waldränder. „Von den Bergen wird die Radioaktivität zurückkehren“, sagt Smital. „Ein Super-GAU lässt sich nicht einfach wieder aufräumen.“

Kämpfen wir gemeinsam für einen Ausstieg aus der Atomenergie!

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