Deutsche See finanziert Walfang

Media

Am Fisch in den Augsburger Kühltheken klebt indirekt Walblut. Der Grund dafür sind zweifelhafte Geschäftsbeziehungen der Fischmanufaktur Deutsche See. Diese kauft Fisch bei einer Firma, die eng mit der isländischen Walfangindustrie verbandelt ist und verkauft ihn dann in deutschen Supermärkten weiter. So wird die isländische Jagd auf bedrohte Wale durch das Unternehmen mitfinanziert. Wir fordern Deutsche See auf sich sofort von seinem zweifelhaften Geschäftspartner zu trennen!

Bisher sieht Deutsche See jedoch keine Notwendigkeit, zu handeln. Deshalb waren wir am Samstag in den Supermärkten unterwegs um die Kunden und Mitarbeiter zu Informieren. Dazu haben wir betroffene Produkte mit einer verfremdeten Version des Firmenlogos gekennzeichnet. Die Aufkleber zeigen einen harpunierten Wal sowie den Schriftzug: „Deutsche See macht Geschäfte mit Walfängern“.

Island gehört mit Norwegen und Japan zu den letzten Ländern, die Walfang betreiben. Dies ist durch das Moratorium der Internationalen Walfangkommission verboten. Island nutzt jedoch ein rechtliches Schlupfloch um weiter Jagt auf die bedrohten Tiere zu machen. Das Totschlagargument der Walfänger, allen voran Kristján Loftsson, dem Gesicht des isländischen Walfangs: Walfang gehöre auf der Insel zur Tradition. Dabei ist das Schlachten von Walen auch in der isländischen Bevölkerung umstritten. Dennoch führen konfrontative Protestaktionen vor Ort zu einer Verweigerungshaltung der Isländer, die sich dadurch in ihrer Kultur und Tradition angegriffen fühlen. Deswegen gehen wir andere Wege und erinnern Supermärkte und Unternehmen vor Ort an ihre Verantwortung: Unternehmen wie Deutsche See können ein Zeichen für den Artenschutz setzen, indem sie ihre Handelsbeziehungen unter die Lupe nehmen und Lieferanten mit Verbindungen zum Walfang ausschließen.

Publikationen

  • PDF icon "Deutsche See" und der WalfangPDF |310.6 KB"Deutsche See" kofinanziert isländischen Walfang. Informationsbroschüre zu den Verbindungen von "Deutsche See" zu Walfängern in Island

Weiterführende Links

Presseerklärung zur Aktion
Weitere Infos zum Thema auf Greenpeace.de

Tags