Earth-Overshoot-Day 2017

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Jahr für Jahr beuten wir unsere Erde schneller aus. Noch nie war der menschliche Bedarf an Ressourcen so groß wie dieses Jahr.

Der heutige 02. August 2017, es ist der früheste Overshoot-Day seit die Forschungsorganisation, das Global Footprint Network, mit den Aufzeichnungen 1971 begann. Dieser lag 1971 übrigens am 21. Dezember. Durch diesen massiven Anstieg an Ressourcenverbrauch in den vergangenen Jahrzehnten benötigen wir nicht mehr nur eine Erde um unseren Bedarf zu stillen. Nein, inzwischen benötigt der Mensch 1,7 Erden um seine Gier zu befriedigen. Wobei sich dieser Bedarf weltweit von Land zu Land unterscheidet. Deutschland benötigt für seine Lebensverhältnisse 3,2 Erden, während Indien sich mit 0,6 Erden zufrieden gibt. Die Industrieländer sind natürlich die größten Übeltäter. Hält diese Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten weiter an, so werden 2050 so viele Ressourcen in einem Jahr benötigt, wie sie zwei Erden zur Verfügung stellen müssten.

Wie wird der Overshoot-Day nun bestimmt?

Dabei spielen die Biokapazität der Welt und der globale ökologische Fußabdruck eine Rolle. Mit Biokapazität ist gemeint inwiefern die Erde in der Lage ist, die verbrauchten Ressourcen zu erneuern und die Schadstoffe (z.B. Treibhausgase) abzubauen. Der globale ökologische Fußabdruck hingegen sagt aus, an wie viel sich der Mensch der Erde bedient, also wie viele natürliche Ressourcen wir benötigen. Und sobald dieser Verbrauch größer als der Nachschub ist, spricht man vom Overshoot. Obwohl die Berechnung des Earth-Overshoot-Day einige Schwächen aufzeigt, ist es doch eine unumstrittene Warnung vor dem übermäßigen Verbrauch der Ressourcen auf unseren Planenten. Den persönlichen Fußabdruck kann man übrigens bei mehreren Anbietern im Internet berechnen, wie z. B. auf http://ressourcen-rechner.de/calculator.php.

Wie können wir als Verbraucher diesem Trend entgegenwirken?

Im Bereich Mobilität verringert sich der ökologische Fußabdruck deutlich, wenn weniger Kilometer mit Flugzeug und Auto zurückgelegt werden. In Sachen Ernährung ist die Reduktion von tierischen Produkten sehr ratsam, sowie der Kauf von regionalen/saisonalen Lebensmittel. Auch der Wechsel zu einem Ökostromanbieter und die Reduzierung des Strom- und Heizungsverbrauchs wirken sich positiv aus. Sowie die Eindämmung des Konsums und, und, und…

Es gibt viele Wege die Ausbeutung unserer Erde zu stoppen. Wichtig ist nur, dass wir endlich damit anfangen, und zwar JETZT!

#abHEUTEaufPUMP

 

 

Weiterführende Links

> Offizielle Seite Earth-Overshoot-Day
> persönlichen Fußabdruck-Rechner des Wuppertal Instituts
> persönlichen Fußabdruck-Rechner der BUNDjugend
> persönlichen Fußabdruck-Rechner vom Brot für die Welt
> 10 Tipps, was Sie für das Klima tun können auf Greenpeace.de

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