Lidl lässt Schweine leiden!

Media

Lidl hat die Wahl! Tierleid oder Verantwortung?

Wir haben heute vor Lidl in der Heinrich-von-Buz-Straße in Augsburg für eine bessere Schweinehaltung protestiert. Denn Lidl sorgt mit einer aggressiven Billigfleisch-Preispolitik für Tierleid im Schweinestall. Dass die gängigen Haltungsbedingungen von Schweinen in Deutschland sogar gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, hat Greenpeace mit einem Rechtsgutachten gezeigt. Deshalb fordern wir: Lidl muss den Verkauf von Fleisch aus rechtswidriger und tierquälerischer Haltung stoppen!

Billigfleisch im Einzelhandel
Der Kampf um das billigste Stück Fleisch wird vom Lebensmitteleinzelhandel massiv angestachelt. Von ihm werden große Mengen preisgünstige konforme Ware nachgefragt. Wer als konventioneller Lieferant/Erzeuger nicht mitzieht, eine aufwendigere Tierhaltung hat oder nur kleine Bestände mästet, kann sich gegen die Konkurrenz nicht durchsetzen. Das hat massive Auswirkungen auf die Produktionsstandards. Um die Erzeugerkosten zu minimieren, wird z.B. das billigere gentechnisch veränderte Eiweißfutter aus Südamerika eingesetzt. Jeder Cent zählt! Selbst die niedrigen gesetzlichen Mindestanforderungen in der Tierhaltung werden durch umfangreiche Ausnahmegenehmigungen unterlaufen und machen es leicht, an wichtigen Umwelt- und Tierschutzmaßnahmen zu sparen. Genfutter darf verfüttert werden, ohne die Produkte zu kennzeichnen, Schwänze dürfen regelmäßig kupiert, Schnäbel gekürzt und Küken geschreddert werden.

Um öffentlichen Angriffen entgegenzuwirken, finanziert der Einzelhandel inzwischen die Brancheninitiative „Initiative Tierwohl“ für einen Teil der Produktion mit höheren Tierhaltungsanforderungen. Doch das Geld, das er dafür bereit ist zu zahlen, reicht für nötige Veränderungen nicht aus. Ebenso wenig wie die Kriterien der Initiative. Die Initiative Tierwohl verspricht 10% mehr Platz pro Tier, d.h. statt 0,75 m² Platz pro Tier, sind es dann beeindruckende 0,83 m², die Tiere bekommen eine kleine Luke mit Tageslicht und an der Eisenkette, die als Spielzeug dient, müssen zusätzlich Holzstücke angehängt sein. Das zeigt, dass Lidl durch die Kooperation mit der Initiative Tierwohl lediglich sein Image verbessern möchte, jedoch die Haltebedingungen für die Tiere weiterhin unzureichend sind. Zudem können die Verbraucher auch weiterhin nicht erkennen, aus welcher Tierhaltung die Produkte stammen.

Weiterführende Links

Schickt eine Protestmail an Lidl auf:
Mehr zum Thema lest ihr hier:

Tags