Osterfriedensmarsch 2018

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Seit den 1960er Jahren finden alljährlich über die Ostertage in ganz Deutschland Demonstrationen für die weltweite Abschaffung von Atomwaffen und ein Abrüsten der Armeen statt. Auch dieses Jahr wurde am Karsamstag von der Augsburger Friedensinitiative (AFI) wieder ein Friedensmarsch organisiert. Gestartet wurde auf dem Moritzplatz mit Kundgebungen und Musik. Anschließend führte es den Demonstrationszug mit Bannern und Sambamusik durch die Augsburger Innenstadt.

Initiiert wurden die Ostermärsche vor fast 60 Jahren von Friedensaktivisten als Reaktion auf den drohenden Atomkrieg und als Protest gegen die Pläne Adenauers in Deutschland Atombomben anzuschaffen. Mit Blick auf den Konflikt zwischen den USA und der Atommacht Nordkorea, das atomare Wettrüsten zwischen den USA und Russland, die Drohung der USA Ende des letzten Jahres das Atom-Abkommen mit dem Iran zu kündigen machen die aktuelle Gefahr durch Atomwaffen deutlich. Auch der Aufruf des Atomwaffensperrvertrags vom Jahr 1968 zum atomaren Abrüsten wird von den größten Atommächten, den USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien, nicht ernsthaft verfolgt. Sanktionen gegen die Atomwaffenstaaten Indien, Pakistan und Israel, die den Vertrag nie unterzeichnet haben, bleiben weiterhin aus. Auch Deutschland hat den Vertrag zum Verbot von Atomwaffen, der im vergangenen Jahr von 122 Staaten der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, bis heute nicht unterzeichnet.

Daher fordert die bundesweite Friedensbewegung ein weltweites Abrüsten, die Abschaffung und Vernichtung aller Atomwaffen, den Stopp von Rüstungsexporten und im Gegenzug friedlich diplomatische Konfliktlösungen. Greenpeace Augsburg unterstützte die Demonstration am vergangenen Karsamstag mit einem großen Friedensbanner und setzt somit ein Zeichen für eine atomwaffenfreie Zukunft.  

Weiterführende Links

Infos über die Augsburger Friedensinitiative finden Sie hier
Für mehr Infos über den Atomwaffensperrvertrag lesen Sie hier

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