Stopp-TTIP Demo in Augsburg

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Am 11. Oktober haben wir uns an der Demonstration in Augsburg gegen das sogenannte Freihandelsabkommen TTIP beteiligt. Etwa 700 Leute trafen sich um 14 Uhr am Martin-Luther-Platz und zogen dann durch die Augsburger Innenstadt.

Nach den Ansprachen von Attac und Greenpeace setzte sich der Zug in Bewegung. Erst ging es durch die Annastraße, dann vorbei am Rathausplatz, durch die Maxstraße, zum Königsplatz und schließlich zurück zum Martin-Luther-Platz. Neben Attac und Greenpeace beteiligten sich auch andere Organisationen, wie der Bund Naturschutz, auch verschiedene Parteien gingen bei dem Umzug mit.

Besonders viel Spaß hatten wir mit unserem "Marionettentheater", das auf unserem Lastenfahrrad mit der Demo mitfuhr. Vier von uns stellten bekannte Politiker dar (Merkel, Obama, Cameron, Junker), welche an den Fäden eines Marionettenspielers hingen, der die wachsende Macht der Konzerne darstellte. Damit wurde der Befürchtung vieler TTIP-Gegner Ausdruck verliehen, dass die Bestimmungen des TTIP-Vertrages nicht durch demokratische Entscheidungsfindung zustande kommen würden, sondern von großen Konzernen diktiert würden. Gleichzeitig warnten wir damit vor der Gefahr, dass durch TTIP der Einfluss großer Unternehmen auf die Politik in Zukunft noch deutlich zunehmen könnte. Denn TTIP bedeutet wahrscheinlich nicht nur den Import von Chlorhühnchen und genmanipulierten Lebensmitteln sowie Fracking und Privatisierung der Wasserversorgung, sondern auch die Einrichtung von sogenannten Schiedsgerichten. Das sind Einrichtungen, vor denen Konzerne Staaten verklagen können, falls diese Gesetze verabschieden, die den erwarteten Profit der Konzerne schmälern. Dies kann dazu führen, dass das Recht auf Profit über das Recht auf demokratische Selbstbestimmung gestellt wird.
Während der Demonstration sammelten wir fleißig Unterschriften für die Selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative (EBI), um diese zu unterstützen. 

 

Weiterführende Links

Zur Petition gegen TTIP auf ttip-unfairhandlebar.de
Weitere Informationen von Greenpeace Deutschland

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