Weihnachtsbaden für mehr Klimaschutz

Das sechste Jahr in Folge demonstriert Greenpeace Augsburg mit weihnachtlicher Badeaktion im Kuhsee

Themengebiet:
Klimawandel
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Augsburg, 24. Dezember 2019 – Am Vormittag des Heiligabends gingen Ehrenamtliche von Greenpeace Augsburg im Kuhsee baden. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von Fridays for Future Augsburg und Students for Future Augsburg. Mit einem großen Banner mit der Aufschrift „Climate Justice Now“ forderten die rund 50 Badenden bessere und schnellere Maßnahmen gegen die Klimakrise.

In diesem Jahr liegen die Temperaturen an Weihnachten wieder über dem Gefrierpunkt. Der Traum der weißen Weihnachten bleibt also 2019 wieder aus. „Natürlich ist das individuelle Wetter an Heiligabend nicht als Indikator für den Klimawandel zu nehmen, aber es ist durchaus statistisch erwiesen, dass sich die Hitzeausreißer in den letzten Jahren aufgrund der Klimakrise immer weiter häufen“, sagt Lena Harttmann von Greenpeace Augsburg.

Mit der Badeaktion demonstriert Greenpeace Augsburg deshalb bereits das sechste Jahr in Folge für effektive Maßnahmen, um den weiteren Anstieg der Erderhitzung zu bremsen. Die Teilnehmenden wollen so auf die viel zu lauen Winter der letzten Jahre aufmerksam machen und eine wirksame Klimapolitik von der deutschen Bundesregierung sowie vom Augsburger Stadtrat fordern. Klimawissenschaftler*innen attestieren Deutschland bereits jetzt eine Erhöhung der Durchschnittstemperatur um 1,5°C, für Augsburg sogar 1,6°C. Auf globaler Ebene sind ähnliche Tendenzen erkennbar. Trotzdem reagieren Politik und Industrie nur verhalten.

Im Oktober stellte die Bundesregierung ihr völlig unzureichendes Maßnahmenpaket für den Klimaschutz vor. Mitte Dezember ging die UN-Klimakonferenz in Madrid erschreckend erfolglos zu Ende. Auch in Augsburg lässt die Umweltpolitik zu wünschen übrig. Die Kriterien für eine Fahrradstadt werden 2020 trotz Zielen der Lokalregierung noch lange nicht erfüllt sein und auch der Stadtratsbeschluss von 2007 zum Bio-Anteil in der städtischen Verpflegung wird nach zwölf Jahren bei weitem nicht erfüllt. „Es darf nicht noch ein Jahr vergehen, in dem lokal, national und international die Bewältigung der Klimakrise aufgeschoben wird. Warten können wir nicht mehr und jetzt können deutliche Handlungen einen gerechten Wandel hin zur Klimaneutralität noch schaffen“, so Maximilian Laufenböck von Greenpeace Augsburg.

Achtung Redaktionen: Die beigefügten Fotos können Sie gerne unter der Copyright-Angabe „© Lukas Klug / Greenpeace Augsburg“ für die redaktionelle Bebilderung der Aktion verwenden. Rückfragen bitte an Lena Harttmann, Tel. 0176 70721973.

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